Am Montag um ca. 14:00 erreichten wir alle total aufgedreht und gespannt, was uns die Woche

erwartet, den Innenhof der Waldmühle und warfen uns sofort in die Aufgabe, mit unserem endlos

scheinenden Gepäck die Zimmer einzuteilen. Während die Jungs wenig Schwierigkeiten hatten,

tauchten bei den Mädels große Komplikationen auf, da wir alle zusammen schlafen wollten, der Platz

dafür aber überhaupt nicht vorhanden war. Dann meisterten wir jedoch diese Hürde sehr flexibel,

alle neun Mädchen fabrizierten im kleinsten Zimmer ein Matratzenlager.

Als der erste große Akt vollbracht war, versammelten wir uns alle im Gruppenraum, in dem wir

herzlich in Empfang genommen wurden. Es folgte eine kleine Vorstellungsrunde, in der viel gelacht

wurde. Als wir dann alle aufgetaut waren, ging es los mit den ersten Einheiten.

Nachdem wir uns gierig auf das Abendessen gestürzt und unsere Mägen vollgeschlagen hatten,

ließen wir den Abend mit abwechslungsreichen Spielen ausklingen.

Am nächsten Morgen gingen wir sofort wieder motiviert an die Einheit „Andacht“ ran, da uns am

Vortag sofort das Gefühl vermittelt worden war, hier überaus willkommen zu sein und einfach so

sein zu dürfen, wie man ist. Da wir uns deswegen auch schon so wohl hier fühlten, zeigten wir keine

Scheu bei der Einheit „Gruppenphasen/Rollen“ ein kleines kreatives Theaterstück vorzuführen, bei

welchem wir positives Feedback bekamen.

Am Abend konnten wir durch ein ausgeklügeltes Planspiel testen, wieviel wir bis dahin schon über

unsere Rechte in der Jugendarbeit wissen, bei der Nachbesprechung wurde uns erst richtig klar vor

Augen geführt, wie wichtig es ist, über all das Bescheid zu wissen.

Als dann auch schon wieder schockierenderweise der Mittwochmorgen anbrach und wir zum ersten

Mal in Gruppen die Möglichkeit bekamen, eine selbst vorbereitete Andacht zu halten, wurde uns

auch schon das Gefühl vermittelt, sehr viel Wissensreiches gelernt zu haben und dies erfolgreich

umsetzen zu können.

Nachdem wir ebenfalls nach den folgenden Einheiten „Führungsrolle, Leiterrolle“ und

„Kommunikation, Störungen“ großes Lob als Feedback erhielten, konnten wir beruhigt und mit

gutem Gewissen den Tag ausklingen lassen.

Der Donnerstagmorgen startete mit der Besprechung unserer selbst vorbereiteten Gruppenstunden.

Hier erhielten wir individuelles Feedback und Tipps wie wir unsere Gruppenstunden, die schon relativ

gut gelungen waren, noch verbessern können.

Da wir ebenfalls auf sexuellen Missbrauch hingewiesen werden mussten, schafften wir es ohne groß

zu Zögern für ein paar Einheitsstunden unsere Ernsthaftigkeit aufrecht zu erhalten, was wir ebenfalls

bei „Strukturen der EJ“ erfolgreich meisterten.

Da dies auch schon der letzte Abend für uns war, stand für uns gleich zur Debatte, gemeinsam Zeit zu

verbringen und die Zeit, die uns noch blieb sinnvoll zu nutzen wie z. B Spiele zu spielen, christliche

Lieder zu singen und vieles mehr. Da wir am Anfang der Woche die Aufgabe bekamen, für jeden von

uns einen Brief zu schreiben, was wir natürlich alle bis zum letzten Moment vor uns hergeschoben

haben, saßen einige von uns bis spät in die Nacht noch mit rauchenden Köpfen vor ihren leeren

Zetteln. Denn jeder wollte möglichst tiefsinnige und schöne Briefe für die anderen gestalten. Am

Ende schafften wir das alle auch und lagen ab fünf Uhr Nachts mit jeder Menge Süßigkeiten und Cola

als Nervennahrung im Bett.

Als wir dann alle etwas übermüdet und geknickt wegen dem Wissen, sich bald verabschieden zu

müssen, am Freitagmorgen anfingen, alles sorgfältig auf Hochglanz zu bringen, zeigte uns die

Zusammenarbeit noch einmal, was für eine großartige Truppe wir geworden sind und wie wir uns alle

schon nach einer Woche ins Herz geschlossen haben.

Nachdem wir traurig aber auch mit großer Vorfreude, sich auf einem Nachtreffen wieder zu sehen,

uns verabschiedeten ging es auch schon wieder auf die Heimreise.

Wir haben alle den Grundkurs sehr genossen, da die Einheiten immer mit Humor gestaltet waren und

obwohl die Zeit wie im Flug vergangen ist, kommt es uns allen so vor als ob wir uns schon ewig

kennen würden.

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an Lena, Cele, Eli, Jagge und Marion ohne die das alles

gar nicht möglich gewesen wäre. Wir haben euch total in unser Herz geschlossen und hoffen euch

noch auf vielen Veranstaltungen wieder zu sehen.artikel-6

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